Jugendliche Gestaltungsräume
Die DDR ist Vergangenheit – was habe ich damit zu tun? Was wollen Jugendliche tatsächlich über die DDR wissen? Und wie wollen sie es erzählt bekommen? In der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße entsteht derzeit der ›DER-100-FRAGEN-AN-DIE-DDR-AUTOMAT‹. Dafür stellen Jugendliche eigene Fragen über die SED-Diktatur und recherchieren mit Historiker*innen die Antworten. In den ein- bis zweitägigen Projektwerkstätten befüllen die jugendlichen Teilnehmer*innen den Automaten mit Fragen, entscheiden in welcher Form der Automat die Antwort ausgeben soll und überlegen, wie der Automat aussehen könnte.

Wie läuft so eine Projektwerkstatt ab?
Natürlich steht am Anfang jeder Projektwerkstatt die Besichtigung der Dauerausstellung in der ›Andreasstraße‹ und ein Austausch über den Wissenstand. Hier entwickeln die Jugendlichen bereits eigene Fragen über die Geschichte der DDR. Bei einem anschließenden Gespräch mit einer*m Expert*in erhalten die Teilnehmenden die Antworten auf ihre Fragen. Dann geht es ans Umsetzen: Die Jugendlichen formulieren mit ihren eigenen Worten die Antworten auf ihre Fragen. Danach entscheiden sie individuell, wie der Automat die Antwort ausgeben soll, ob als Slideshow, Audio, Animation, ›Ich mach das selbst‹, Expert*innen-Antwort, Text-Bild-Seiten, Schaubild/ Infografik oder Überraschung. Sie beschreiben auch, wie sie sich diese Beantwortung vorstellen. Aber wie sieht der Automat nun aus? Auch dazu machen sich die Teilnehmenden Gedanken und jede Person zeichnet einen eigenen ›100-Fragen-Automat‹. Abschließend wird jeder Arbeitsschritt mit den Teilnehmer*innen noch einmal ausgewertet und diskutiert.
Und wie wird daraus nun der ›100-Fragen-Automat‹?
In einem Logbuch, dass als einheitliches Material von allen teilnehmenden Jugendlichen genutzt wird, werden die Ergebnisse der Projektwerkstätten festgehalten. Diese sind die Grundvoraussetzung für die Erstellung des Automaten. Das Programmieren und die Gestaltung des Automaten übernimmt Studio Plural aus Berlin. Ende des Jahres 2027 nimmt ›DER-100-FRAGEN-AN-DIE-DDR-AUTOMAT‹ dann seine Arbeit auf. Mit Animationen, Infografiken, Expert*innen-Videos und vielen anderen Formaten beantwortet er dann die 100 Fragen der Jugendlichen.
Der Instagram Kanal dokumentiert das Projekt und die stattgefundenen Projektwerkstätten, die bereits seit 2025 laufen. Das Projekt wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Bundesprogramm ›Jugend erinnert‹ in Unterstützung mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Sie haben Fragen zum ›100-Fragen-Automat‹?
Ihre Ansprechpartnerin
Judith Mayer
mayer@stiftung-ettersberg.de
T +49 (0)361 219212 – 17

