Diktaturen haben viele Ausprägungen und Auswirkungen. Entsprechend treiben unsere Stiftung und unsere Mitarbeiter*innen viele Themen um. Welche Themen dies in den letzten Jahren waren und aktuell sind, zeigen auch unsere Sonderausstellungen.

Mal entwickeln wir unsere Sonderausstellungen selbst, mal holen wir gute Ausstellungen von anderen nach Erfurt in die Andreasstraße. Mal stehen Kunstwerke im Mittelpunkt, mal Fotografien, Postkarten oder auch Filme und Interviews.

Interesse an einer unserer Sonderausstellungen?

Ihre Ansprechpartnerin
Kathrin Schwarz
schwarz@stiftung-ettersberg.de
T +49 (0)361 219212 – 14

Aktuelle Sonderausstellung

Orte der (Un)Sichtbarkeit. Persönliche Erinnerungsorte von Hamburger*innen aus der DDR

Per QR-Code können die Besucher*innen zwischen fünf verschiedenen Audio-Walks, die zu 16 verschiedenen Orten führen, auswählen und so Hamburg aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen. Sie folgen dabei den Geschichten von 18 Zeitzeug*innen, die alle ursprünglich aus der DDR stammen und deren Lebensweg sie nach Hamburg führte.

Häfen, Bahnhöfe und Ämter können Sinnbilder für Ängste, Sorgen, Hoffnungen und (Un-)Sicherheiten beim Ankommen in einer neuen Umgebung sein. Nach Tagen, Wochen, Mo-naten der Flucht empfängt ein Bahnhof mit fremden, lauten Eindrücken. Er steht für Aufbruch, aber auch für Abschied. Abschied von Familie, Strukturen, Lebensverhältnissen. Ein Ort erzählt mehr, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Unrechts-, Diktatur- und Fluchterfahrungen sowie das (Nicht-)Ankommen in einer neuen Gesellschaft können für Geschichte und ihre Gegenwartsbedeutung sensibilisieren. Die ›Orte der (Un)Sichtbarkeit‹ werden zu Orten verflochtener Biografien zwischen gestern und heute. Hamburg als ›Tor zur Welt‹ war und ist eine Stadt, die von Migration geprägt ist und damit deutsch-deutsche Geschichte erzählt.

Die Geschichte der DDR und das SED-Unrecht sind jenseits ehemaliger Grenzorte und Gedenkstätten in vielen Städten weitgehend unsichtbar – so auch in Hamburg. Hamburg hat keine expliziten Erinnerungsorte, die an die SED-Diktatur und die Geschichte der DDR erinnern, aber es gibt zahlreiche Menschen, die sich erinnern. Diesen Erinnerungen will das Projekt ›Orte der (Un)Sichtbarkeit‹ nachspüren und Erinnerungsorte in der Stadtlandschaft identifizieren.

eine Ausstellung des Projekts ›Tor zur Freiheit?! Ein außerschulischer Lernort zu DDR-Geschichte in Hamburg‹

Zu sehen vom 31. März bis zum 5. Mai 2026