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Aktuelles aus der Stiftung

Allgemein Neue Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ettersberg PD Dr. Franka Maubach übernimmt zum 1. April 2026
das ehemalige Haftgebäude und der Kubus der Friedlichen Revolution aus einer Komplettperspektive von oben
Allgemein Stille Stunde in der Gedenkstätte am Dienstag, den 7. Juli 2026 von 17 bis 20 Uhr
Projekte/Neuerscheinungen Rose + Robert – Liebe in Zeiten der Kriege Graphic Novel über eine Liebe zwischen Ost und West
Sonderausstellung Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg vom 7.5.26 bis zum 22.7.26 zu sehen
Projekte/Neuerscheinungen Trans* in der DDR Neue Folge des Podcasts ›Horchpost DDR‹
Ein Tisch mit einem Modell des Gebäudes der Gedenk- und Bildungsstätte. Ebenfalls auf dem Tisch zu sehen sind Zeichnungen und Texte.
Projekte/Neuerscheinungen Andreasstraße taktil Angebote für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen

PD. Dr. Franka Maubach (*1974) übernimmt zum 1. April 2026 den Vorsitz des Vorstands der Stiftung Ettersberg. Sie hat die Fächer Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft und Ostslawische Philologie an der Universität Freiburg studiert. Ihre militär-, gender- und erfahrungsgeschichtlich angelegte Promotion über Wehrmachthelferinnen hat sie 2007 abgeschlossen. 2021 habilitierte sich Franka Maubach mit einer Studie über den deutsch-amerikanischen Historiker Hans Rosenberg, der nach 1933 in die USA emigrieren musste und lebenslang mit der deutschen Geschichte rang.

»Es heißt oft, dass wir aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen oder aus der Auseinandersetzung mit Diktaturen für die Demokratie. Das ist einfach zu sagen, aber schwierig umzusetzen. Die gesellschaftlichen und politischen Realitäten nicht nur in Deutschland zeigen, dass aus solchen Formeln noch keine dauerhafte Demokratie erwächst. Darum sind Orte der Aufarbeitung so wichtig. In der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße begegnen wir der komplexen Geschichte von Diktatur und Demokratie auf engstem Raum. Das Gebäude wurde im Nationalsozialismus wie in der DDR als Haftanstalt genutzt. Die Menschen saßen in denselben Zellen. Aber die Art ihrer Verfolgung unterschied sich. Ab dem 4. Dezember 1989 wurde aus dem Ort der Diktatur Schritt für Schritt ein Ort der Demokratie. Oppositionelle, vor allem Frauen, besetzten das Gebäude, sicherten Stasi-Akten, machten sich an die Aufarbeitung, verwandelten den Ort der Haft in einen Raum der Demokratie. Das war tätiges Handeln und ein langer Prozess. Heute ist die Andreasstraße nicht nur eine Gedenk- und Bildungsstätte. Sie ist auch ein Denkmal der gelebten Demokratie und ein lebendiger Ort der alltäglichen Verständigung über die Gefahren von Diktaturen. Ein tolles Team hat den Faden der frühen Aufarbeitung aufgenommen und knüpft ihn Tag für Tag weiter. Ich freue mich, als Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ettersberg an dieser Arbeit teilhaben und sie mitprägen zu können.«

Als Zeithistorikerin, die zuletzt Professuren in Wuppertal, Berlin, Bielefeld und Freiburg vertreten hat, besitzt Franka Maubach eine lokal verankerte wie transnationale Expertise in der Diktaturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Sie hat zur Geschichte der radikalen Rechten und rechter Gewalt, zur Zeitgeschichte von Flucht und Asyl und zur Erfahrungsgeschichte von Diktaturen publiziert. Sie ist ausgewiesen in der Zeitzeugenarbeit und Oral History und damit in den sich überschneidenden Bereichen geschichtswissenschaftlicher Forschung, gesellschaftlicher Aufarbeitung und historischer Bildung sichtbar. Von aktuellem Interesse ist ihr Ansatz, angesichts global herausgeforderter demokratischer Ordnungen Räume und Prozesse des Übergangs von der Diktatur in die Demokratie und vice versa in den Blick zu nehmen.

Der Vorstand sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Franka Maubach.

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